| Über 75 Jahre Rotkreuzarbeit in Schledehausen... | |||||||
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Einleitungszitat
Einleitung. |
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Die Idee Henri Dunats fiel auch in Schledehausen auf fruchtbaren Boden. Hier rief Frau Clara Sperber - die Gattin des damaligen ev. Pfarrers - schon 1914 den "Vaterländischen Frauenverein" ins Leben. Die Aufgabe dieses Vereins waren: die Betreuung der im 1. Weltkrieg an allen Fronten kämpfenden Soldaten aus der Gemeinde Schledehausen. Es wurde Bindenmaterial angefertigt, Schals, Pulswärmer und Strümpfe gestrickt, Briefe geschrieben und Pakete gepackt. Leider sind aus dieser Zeit keine Aufzeichnungen vorhanden. Diese kurzen Angaben wurden von heute noch lebenden älteren Mitbürgern unserer Gemeinde gemacht. Wann dieser
Verein seine Tätigkeit einstellte ist nicht bekannt. Zu einer ordentlichen
Gründung der "freiwilligen Sanitätskolonne vom Roten Kreuz Schledehausen" kam
es am 2. April 1933. Der in der Gemeinde praktizierende Arzt, Dr. med. Otto
Quast, sah es als Notwendigkeit an, "wegen des immer stärker werdenden Verkehrs
auf den Straßen" Männer und Frauen in der Ersten Hilfe auszubilden. Er wandte
sich an den Tischlermeister Heinrich Westerfeld, der zu dieser Zeit die
Freiwillige. Feuerwehr in Schledehausen leitete und fand hier gute
Unterstützung.
Die Übungsabende und Katastrophenübungen
waren der damaligen Zeit angepasst. Sie sollten jeweils mit Freiübungen und
Marschordnungen beginnen. Auch in der Sanitätskolonne Schledehausen wurden
diese Übungen durchgeführt.
1935 fand ein Wechsel in der
Kolonnenführung statt. Als Nachfolger von Heinrich Westerfeld wurde Ernst
Milges gewählt, der dieses Amt bis Kriegsende inne hatte.
Bis 1947 ruhte der gesamte Dienstbetrieb. Am 1. Oktober
1947 fand eine Neugründung statt. Im Protokoll heißt es u.a.: Erschienen waren
6 Männer und 14 Frauen, es wurde der "Ortsverein Schledehausen vom Roten Kreuz"
gegründet. Den Vorsitz übernahm Dr. Gustav Laumann zur stellvertretenden
Vorsitzenden wurde Frl. Anneliese Stock gewählt. Als Arzt trat Dr. med. Otto
Quast dem Vorstand bei. Zu den dringlichsten Aufgaben des Ortsvereins gehörten
die Schulspeisung und die Spendenverteilung an die Flüchtlinge und Notleidende.
Nach dem Ausscheiden von Frl. Annelise Stock im Jahre 1952 wurde Frau Zielke zur komm. Frauenleiterin gewählt. Der Kreisverbandstag
am 7. Juni 1953 war ein großes Ereignis für den Ortsverein Schledehausen. Der
damalige Vorsitzende des Kreisverbands - Oberkreisdirektor Dr. Backhaus - und
der Kreisbereitschaftsführer Max Einicke führten bei einem Marsch durch
Schledehausen den Festzug an, an dem etwas 200 Helferinnen und Helfer aus dem
gesamten Kreisgebiet teilnahmen.
Der erste Blutspendetermin wurde 1958 durchgeführt, 229 Spender waren ein großer Erfolg. Seit dieser Zeit finden jährlich Blutspendetermine statt. Am 26 Februar 1960 fand eine Trennung des Ortsverein Schledehausen statt. Die Gruppe Wissingen gründete einen eigenen Ortsverein. Der Vorsitzende des Ortsverein Schledehausen blieb Dr. Gustav Laumann, 2. Vorsitzende Martha Heieler, Zugführer wurde Horst Kuhn. Im Rahmen des überörtlichen Katastrophenschutzes wurden am 17.2.1962 sieben Helfer des Sanitätszuges Schledehausen anlässlich der Flutkatastrophe im Raum Buxtehude Stade eingesetzt. In der Mitgliederversammlung am 2.4.1963 trat die 2. Vorsitzende, Martha Heiler, aus beruflichen Gründen zurück, ihre Nachfolgerin wurde Frau Mimi Schumak. Die erste Unfallhilfestelle im Landkreis Osnabrück wurde in Schledehausen eingerichtet. Die Familie Wamhoff stellte in ihrem Hause einen Raum zur Verfügung, der auch als Heim und Unterrichtsraum diente. In der aktiven Arbeit begann ein Aufschwung, viele junge Leute erklärten sich zur Mitarbeit bereit. Am 13.2.1967 gab Dr. Laumann offiziell seinen Rücktritt bekannt. Das Amt des 1. Vorsitzenden übernahm Horst Kuhn. Dr. Laumann wurde zum Ehrenvorsitzenden gewählt. Im Jahre 1971 wurden die Diensträume im Hause Wamhoff zu eng, es konnte ein ehemaliger Lagerraum im Hause Nollmann, Wulftener Straße 3 angemietet werden. Hier fanden Ausbildungen der Helfer statt sowie Erste Hilfe Lehrgänge für die Öffentlichkeit. Die Zahl der aktiven Helfer nahm zu, so dass auch dieser Raum nicht mehr ausreichte. Im Hause Günther Bracksiek konnte ein größerer Lagerraum angemietet werden. Am 19. Mai 1973 ging ein lange gehegter Wunsch des Ortsverein Schledehausen in Erfüllung, es wurde ein Jugendrotkreuz gegründet. Frl. Ilse Radeke, unterstützte Frl. Waltraut Hoppe und Frl. Sabine Voß übernahm die Gruppenarbeit mit Kindern und Jugendlichen im Alter von 10 - 16 Jahren. Aufgrund der hohen Mitgliederzahlen sah der Vorstand des Ortsvereins sich gezwungen nach neuen Räumen Ausschau zu halten. Im Hause Langenkamp wurden diese Räumlichkeiten gefunden. Dank des großzügigen Entgegenkommen des Hauswirts, Wolfgang Langenkamp, konnte der ehemals landwirtschaftlich genutzte Anbau in vielen Stunden Eigenarbeit zu einem ansprechenden Dientraum mit den dazugehörigen Nebenräumen ausgebaut worden. Drei Jahre waren notwendig, um mit möglichst wenig Geld hier ein Heim zu schaffen, in dem die Rotenkreuz Mitglieder ihre Ausbildungsveranstaltungen durchführen können und in dem sie sich wohl fühlen. Auch andern Jugendgruppen, die über keine eigenen Räumlichkeiten verfügen, steht dieses Gebäude zur Verfügung Fortsetzung folgt... |
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